Männer

In einer Welt, die nach wie vor von „starken Männern“ dominiert wird, ist die unterstützende Begegnung zwischen Männern, die das tradierte Rollenverständnis in Frage stellen, immer noch die Ausnahme. In der Regel bemüht Mann sich im Stillen um Neuorientierung. Über die eigenen Probleme und Gefühle zu sprechen, sich Rat und Unterstützung zu holen gilt als unmännlich. Die Herausforderungen in Partnerschaft, Familie und Beruf verändern sich allerdings rasant und sind im Alleingang schwer zu bewältigen. Zum Einzelkämpfer erzogen, glauben aber viele Männer, sie müssten es alleine schaffen - und fühlen sich als Versager, wenn sie an Problemen scheitern, die alle anderen angeblich mühelos meistern. Solange wir nicht miteinander sprechen, kämpft eben jeder für sich alleine.

Mit anderen Männern ins Gespräch zu kommen (in der Gruppe oder in Einzelbegleitung) ist ein Weg aus dieser unzweckmäßigen Isolation. Die Erfahrung männlichen Mitgefühls ist heilsam: Sie holt uns dort ab, wo die Väter uns oft im Stich gelassen haben und führt uns in ungeahnte Möglichkeiten von männlicher Unterstützung und Gemeinschaft.

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